Sonntag, 23. November 2014

Achterbahnfahrt

Hallo ihr Lieben!

Was soll ich sagen? Seit meinem letzten Post sind schon wieder fast zwei Wochen vergangen, die sich aber maximal wie fünf Tage angefühlt haben!!! Ich kann wirklich nicht oft genug sagen, wie schnell die Zeit seitdem ich hier bin vergeht. Manchmal vielleicht auch ein bisschen zu schnell...?! 

Allgemein waren die letzten Wochen, ja fast schon Monate, ein ständiges Auf und Ab. Im Moment geht es bei mir wieder bergauf und ich würde sagen, dass es mir wieder richtig gut geht. Das sah bei mir vor fünf Tagen aber noch ganz anders aus und kann sich wahrscheinlich (leider) auch in jedem Moment wieder ändern. Aber umso mehr genießt man dann wiederrum diese Momente, in denen es einem nicht besser gehen könnte und man sich einfach nur wohl fühlt.

Aufgrund meiner ständigen Stimmungsschwankungen war ich in den letzten Wochen allgemein sehr nachdenklich. Es gibt einfach so viele Gedanken, die einem auf einmal im Kopf herumschwirren. Warum mache ich das ganze hier überhaupt? Warum habe ich immer noch keine Freunde gefunden? Warum scheint es allen anderen Austauschschülern gerade besser zu gehen als mir? Bin ich überhaupt eine gute Austauschschülern. Ist es okay, wenn ich einfach mal einen Nachmittag in meinem Zimmer zu verbringen, statt versuchen Leute kennenzulernen?  

Statt hier in Amerika in einer mir bis vor vier Monaten noch fremden Familie zu leben, zu versuchen mich irgendwie an die komischen Lebensgewohnheiten der Amerikaner anzupassen, zu versuchen irgendwie nette Leute kennenzulernen, die irgendwann vielleicht auch zu mehr als einer Bekanntschaft werden könnten und manchmal einfach nur verzweifelt abends im Bett zu liegen und sich Gedanken darüber zu machen wie man das Jahr überhaupt überstehen soll, könnte ich jetzt Zuhause in meinem eigenen Bett schlafen, meine Freizeit mit Freunden verbringen, die ich schon jahrelang kenne und am Wochenende mit meiner Familie zusammen Cappuccino trinken. 

Glaubt mir; das ist mir sehr wohl bewusst und wahrscheinlich wäre dann auch alles einfacher. ABER trotzdem bereue ich diesen mutigen Schritt gemacht zu haben in keiner Weise! Denn die Erfahrungen, die ich hier gemacht habe und noch machen werde, kann mir niemand mehr nehmen.

Carla

Samstag, 22. November 2014

Endlich Ferien :)

Hallo ihr Lieben!

Schon wieder ist eine Schulwoche vergangen und das heißt für mich "Endlich Ferien!" In Deutschland waren ja schon Herbstferien, obwohl dort die Schule sogar später angefangen ist, als hier. Aber jetzt nach drei Monaten sind auch hier endlich mal wieder Ferien:) 

Auch wenn ich jetzt Ferien sind, heißt das für mich nicht automatisch, dass ich ausschlafen kann. Morgen am Samstag ist nämlich um 11 Uhr das dritte Play off Game unseres Footballteams und da sich die Marching Band immer schon Stunden vorher trifft, heißt das für mich, dass ich um 7.30 Uhr schon wieder in der Schule antanzen kann. Aber da zurzeit jedes Footballspiel das Letzte sein kann, versuche ich mich jetzt mal nicht zu beschweren :D Ich hoffe mal, dass es morgen nicht so kalt wird, wie während des letzten Games! Da war es nämlich locker unter 10 Grad kalt und seitdem schleppe ich auch eine extrem nervige Erkältung mit mir herum. Zum Glück ist es inzwischen wieder wärmer geworden! 

Heute in der Schule hat unser Schuldirektor eine 7 Minuten lange Rede über die Lautsprecher gehalten, da er befördert wurde und ab Januar die Schule verlassen wird. Er wurde total emotional und musste zwischendurch auch mal eine Pause machen, da er weinen musste. Außerdem hat er während dieser Rede mindesten fünf mal "I love you, guys" gesagt. Ich fand das einfach total süß, wie er das verkündet hat und dachte, dass das auf jeden Fall erwähnenswert ist hier auf meinem Blog.

Ansonsten waren die letzten zwei Wochen von einem ganz normalen Alltag geprägt. Meistens bin ich nach der Schule mit meiner Gastschwester noch zu Starbucks oder ähnlichen Läden gegangen und habe den Rest des Tages mit Hausaufgabe und faulenzen verbracht. Es wird wirklich Zeit, dass ich mir wieder eine anständige Freizeitbeschäftigung suche, jetzt wo ich auf einmal wieder freie Nachmittage habe :D 

Heute sind wir nach der Schule zu meiner Gasttante gefahren und haben schon angefangen philippinesisches Essen für Thanksgiving vorzubereiten (was bis dahin natürlich eingefroren wird). Ich weiß garnicht mehr genau wie wir darauf gekommen sind, aber jedenfalls hatte ich mit meiner Gastmutter, meiner Gasttante und meiner Gastschwester eine sehr witzige Diskussion darüber, ob meine Haare dunkelblond oder hellbraun sind. Ich habe mich ja immer als Brünette eingestuft, aber alle anderen waren der Meinung ich sei eine, wenn auch sehr dunkle, Blondine :D 

Auch, wenn jetzt erst einmal Thanksgiving ansteht, sind schon alle in Weihnachtsstimmung :)




Im wunderschönen Park, gleich bei uns um die Ecke :)



So, dass war es auch schon wieder von mir. Ich werde mich am Sonntag wieder melden.
Carla















Dienstag, 11. November 2014

GROßES Update der letzten Wochen!!!

Hallo ihr Lieben!

Da ich mich in den letzten Wochen ja nicht so regelmäßig gemeldet habe, dachte ich mir, dass ich ja einfach mal einen Post machen könnte, in dem ich die Ereignisse der letzten Woche einmal kurz zusammenfasse.

Houston

Am 18. October haben wir spontan beschlossen nachmittags noch noch Houston zum Pizza essen zu fahren. Danach sind wir noch kurz angehalten, um ein paar Bilder vor der Skyline Houstons zu machen:)




PAX Halloween Party

Am 19. October wurde von meiner Betreuerin/Organisation eine etwas verfrühte Halloween Party organisiert. Es macht echt immer wieder Spaß die anderen Austauschschüler zu treffen, weil man letztendlich doch genau die gleichen Probleme und Sorgen hat und es tut gut sich auszutauschen!

Rates mal als was ich mich "verkleidet" habe?? :D


2x Germany, Spain, USA (v.l.n.r.)

Thailand :)

San Jacinto Monument

Am 25. October habe ich ganz überraschend das bekannte Monumet besucht. Eigentlich hatten ich an diesem Tag einen Marching Band Contest in Galena Park. Da unsere Prelims Performance allerdings schon sehr früh war, hatten wir mehrere Stunden frei bis zur Verkündung der Final Bands. Unser Band Dircetor hat dann spontan entschlossen zu diesem Denkmal zu fahren, um dort noch Bilder mit den Seniors zu machen. Alle anderen mussten währendessen leider in den Bussen warten... Ich habe aber trotzdem ein paar Bilder machen können.



Halloween

An 31. October hatte ich eigentlich nichts großes geplant. Ich wurde dann aber noch kurzfristig gefragt, ob ich abends noch mit in ein Hunted House nach Houston kommen möchte. Es war wirklich sehr sehr gruselig & sehr sehr teuer! :D



Letzte RIG Rehearsal & Skate Park

Am 1. November hatte wir morgens schon um 8 Uhr unsere letzte Rehearsal mit der Marching Band in unserem Stadion und anschließend noch eine öffentlich Performance, zu der überraschend viele Eltern kamen. Auch wenn es auf den Bildern nicht so aussieht; es war so früh morgens wirklich sehr kalt. Zum Glück wurde es gegen Ende etwas wärmer. Nachmittags habe ich mich dann noch relativ spontan mit fast alllen PAX Austauschschülern hier aus der Gegend in einem Skate Park getroffen. Auch wenn dort hauptsächlich kleiner Kinder waren, war es echt mal wieder witzig zu "skaten" :D

In Texas gibt es definitiv die schönsten Sonnenauf- bzw. -untergänge!!!

Wer sieht Houston im Hintergrund? :D




2x Germany, Spain, Thailand, Tschech Republic, France, Germany, Norway (v.l.n.r.)

Galveston

Gestern am 10. November hat meine Gastfamilie um 2pm kurzfristig noch beschlossen nach Galveston ans Meer zu fahren. Nach nur einer Stunde Fahrt waren wir auch schon da & es war sooo schön!!! Das Wetter war einfach nur perfekt und es hat sich für mich eher nach Mai/Juni, als nach November angefühlt :D Ab morgen soll allerdings eine extreme Kaltfront Texas erreichen & es wird dementsprechend wohl nach texanischen Verhältnissen sehr sehr kalt werden...







Ich habe das 1. Mal Delfine gesehen!!! :)





Das war jetzt ein sehr bilderreicher Post, aber ich bin im Moment einfach zu faul um groß Texte zu schreiben :D

Bis bald,
Carla

Freitag, 7. November 2014

"Make Memories"

Hallo ihr Lieben!

"I was told that the journey of a thousand miles begins with a single step...
I didn´t know those steps would be 8 to 5."

Ihr habt keine Ahnung über was ich gerade geredet habe? Dann geht es euch nicht anders, wie mir, als ich vor inzwischen schon über 3 Monaten zu meiner ersten Marching Band rehearsal gegangen bin. Ich hatte keine Ahnung was ich erwarten kann, geschweige denn was ein 8 to 5 step ist.

Jetzt fast 100 Tage später, weiß ich es; und nicht nur das. Ich habe gelernt wie man anhand eines "coordinate sheets" sich auf einem Footballfeld zurecht findet, wie man 3-4 Stunden Proben bei über 30 Grad Celsius überlebt, wie aus den ersten "marching band fundamentals" mit der Zeit eine richtige performance wurden, warum die "drum majors" mehr als wichtig sind, und und und...


Unser Marching Band Director und ich nach unserem letzten Home Football Game

Ich muss dabei sagen, dass es bei mir erst vor wenigen Wochen - wenn nicht sogar Tagen erst - "klick" gemacht hat und ich verstanden habe, "what marching band is all about". All die Mühe, Anstrengung, Schweiß und Zeit, die man in die Proben gesteckt hat, haben sich ausgezahlt und ich bin einfach nur so froh und dankbar für all diese Erfahrungen, die ich mit bzw. wegen der Marching Band gemacht habe. Es ist einfach mit das beste Gefühl, wenn man nach einer performance vor mehrern Hundert manchmal auch Tausenden von Leuten vom Footballfeld geht und weiß, dass man gerade eine seiner besten Performances hatte!!!


Ich wurde "Outstanding Woodwind of the Year" :)
Das absolute Highlight meiner ersten und auch letzten marching season war unser Auftritt beim "UIL State Competition" am 4. November. Dieser fand im "Alamodome" in San Antonio vor über 10.000 Leuten statt! Ich werde jetzt gar nicht erst versuchen dieses Gefühl zu beschreiben, weil es einfach unbeschreiblich ist...

Der Alamodome in San Antonio
 Ich kann jetzt übrigens jedem stolz erzählen, dass ich während meinem Auslandsjahr "primary marcher" bei der 16-besten Band - von insgesamt über 245 Bands - in Texas war :)

Jetzt wo die marching season vorbei ist, ist es schon ein komisches Gefühl zu wissen, dass ich nie wieder unsere Show performen werde, geschweige denn eine zweite Marching Band Season miterleben werde. Und auch, wenn es teilweise sehr viel Mühe gekostet hat nach einem anstrengenden Schultag noch 3 Stunden Probe zu haben und unter der Wocher somit erst gegen 7/8 Uhr nach Hause zu kommen, vermisse ich diese ganze "marching band experience" jetzt schon!

Wenn ihr wollt, könnt ihr euch noch zum Schluß unsere UIL State performance anschauen; sie war definitiv die beste unsere Marching Band! Ach ja und wundert euch nicht: bei Marching Band Performances sitzen alle Zuschauer immer nur auf der "home side" :) 




Bis ganz bald,
Carla


Donnerstag, 30. Oktober 2014

How I feel...

Hallo ihr Lieben!
Ich habe mich lange nicht mehr gemeldet - sehr lange sogar! Es tut mir wirklich leid. Aber in letzter Zeit war und ist einfach so viel los. Ich verbringe gerade jeden Tag locker 12+ Stunden in der Schule und bin abends so müde, dass ich nur noch in mein Bett fallen möchte. Hinzu kommt, dass ich die letzen Samstage auch noch verschiedene Marching Band Contests hatte, was bedeutet, dass man mit der Band von 8-24 Uhr unterwegs ist. Sonntage dienen gerade hauptsächlich dazu mich auszuruhen, mit meiner Familie zu skypen und etwas Hausaufgaben zu machen. Da bleibt einfach nicht mehr viel Zeit sich noch um meinen Blog hier zu kümmern. Das wird sich ab nächster Woche Mittwoch vermutlich aber ändern, denn dann ist die Marching Saison vorbei. Bevor es soweit ist, werden wir nächsten Dienstag mit der Band nach San Antonio zum UIL State Marching Band Contest fahren, was wohl eine ziemlich große Sache ist. Wir werden in einem Stadion performen, in das insgesamt so um die 70.000 Menschen reinpassen (so viele werden bei diesem Contest aber sicher nicht da sein :D). Mehr dazu aber nächste Woche...
Dass ich zurzeit den ganzen Tag unterwegs bin, hält mich leider nicht unbedingt davon ab Heimweh zu bekommen. Zurzeit denke ich eigentlich täglich an Deutschland, meine Familie und meine Freunde und merke, dass mir dabei auch manchem Tränen in den Augen stehen. In der Schule ist es gerade für mich auch nicht alles ganz so einfach. Ich habe immer noch nicht so richtig Anschluss gefunden. Zwar kenne ich wirklich schon viele Leute, aber Freunde sind das einfach (noch?) nicht. Hinzu kommt, dass das Verhalten der Leute hier manchmal ziemlich verwirrend und frustrierend sein kann. Ich meine damit, dass Leute, die einen gestern noch überschwänglich gegrüßt haben einen am nächsten Tag einfach mal komplett ignorieren...

Zurzeit befinde ich mich einfach in einer nicht so einfachen Phase meines Auslandsjahres. Ich würde sagen, dass es eine Mischung aus Heimweh (Sehnsucht nach Deutschland!!!) und Kulturschock ist. Meine Laune schwankt fast täglich und ich hatte schon lange keinen Tag mehr, an dem es mir durchgehend gut ging.
Aber bevor ich mich jetzt noch weiter beklage, höre ich lieber auf. Ich möchte hiermit auch auf keinen Fall zukünftigen Austauschschüler abschrecken, sondern möchte nur ehrlich darüber sein, wie es mir geht. Und zu einem Auslandsjahr gehören eben nicht nur die positiven Seiten. 

Wenn ich aber eine Sache mit Sicheheit sagen müsste, dann dass ich durchhalten werde und versuchen werde das Beste aus allem zu machen! Und ich bin mir sicher, dass es nur besser werden kann...!

Ihr werdet jetzt von mir auch wieder regelmäßiger zu hören bekommen - versprochen. 
Zum Schluss habe ich noch einen Text gefunden, der wirklich zu 101% meine Gedanken wiederspiegelt und sie wahrscheinlich auch besser beschreibt, als ich es gerade versucht habe. Als ich ihn das erste Mal gelesen habe, dachte ich nur "Genau so ist es".

Bis ganz bald
Carla

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Exchange is change: Rapid, brutal, beautiful, hurtful, colorful, amazing, unexpected, overwhelming and most of all a constant change. Change in yourself, lifestyle, country, food, language, friends, parents, school, houses, simply everything.
Exchange is going from thinking: you know who you are, to having no idea who you are
Exchange is being someone new but not entirely new. You are still the person you were before but you jumped into the ice cold lake, having no idea what to expect. You are growing up and becoming more independent and outgoing. But it is not a bad thing for you; you are feeling older and more responsible for a lot of things you and other people are doing.
Exchange is being on your own; far away from home, far away from your family and your confidence zone. No one you really know. No one you can talk to. But soon you will find out that it changes. You can actually do it. Being and living without your family for 10 months. You learned so much. How to handle certain things and/or how to deal with your problems.
Exchange is learning to trust. Learning to trust people, who, at first, are only names on a piece of paper, trusting that they want the best for you, trusting them that they care. Trusting yourself that you have the strength to endure a year on your own, endure a year of being apart from everything that mattered to you before. Trust that you will have friends. Trust that everything is going to be alright. And it is seeing this trust being justified.
Exchange is thinking. Thinking about everything, all day, every day. Thinking about those strange costumes, the strange food, the strange language. About why you are where you are and not back home. About how your family and friends are dealing with you being away for so long. About how it is going to be like once you come back home. How your friends are going to react. About how stupid this whole time-zone thing is.
Thinking about what’s right and what’s wrong. About how stupid or rude you just were to someone without meaning to be. About the point of being an exchange student. About the sense of life. About who you want to be, what you want to do. And about the next Comparative Government Test, even though you’re grades don’t really count.
Exchange is people. Those 
incredibly strange people, who look at you like you are an alien. Those people who are too afraid to talk to you. And those people who actually talk to you. Those people who know your name, even though you have never met them. Those people who talk about you behind your back, those people who make fun of you and your country. Those people who don’t understand why you are there, why you are without your family and why you are who you are. And those people who invite you to their homes. Who are keeping you save. Who became your new friends.
Exchange is music. New music, weird music, cool music, music you will remember all your life as the soundtrack of your exchange. Music that will make you cry because all those lyrics express exactly how you feel, so far away. Music that will make you feel like you could take on the whole world. And it is music you make. With the most amazing musicians you’ve ever met.
Exchange is sport. It is being a part of the team. Practicing every day until you are ready to fall asleep but still giving 100%. It is trying something new. It is being successful. Sticking to your old sport and falling in love again. It is exactly what you wanted.
Exchange is uncomfortable. It is feeling out of place, like a fifth wheel. It is talking to people you don’t like. It is trying to be nice all the time. It is homesickness, it is awkward silence and its feeling guilty because you didn’t talk to someone at home. Or it is feeling guilty because you are missing something because you were talking on Skype.
Exchange is great. It is feeling the connection between you and your host parents. It is being a part of a new family. It is knowing in which cupboard the peanut butter is. It is meeting people from all over the world. It is having fun. It is cooking food from your home country and not messing it up. It is sharing your story and presenting your country. It is seeing beautiful new landscapes. It is the best experience in your life. It is learning to appreciate some things differently.
Exchange is falling in love with your new (second) life. With all the people you have met: your host family, your friends, your teachers and the country, pretty much everything.
Exchange is realizing that you are the only one who decides how good or bad your day is going to be. Everybody has a bad day but you can decide how bad it is. Think about how much longer you have and then decide if it is worth to throw the day away.
Exchange is frustrating. Life is not perfect and you will notice it. You probably won’t find a month without making a decision you don’t like. You think about ‘why am I here? I just want to go home.’ But that is okay, it is normal, it is a part of your experience.
Exchange is (probably) the best year of your life so far. It is so much new stuff. Something you never dreamed off. Something you have never seen and/or done.
Exchange is enjoying the short time you have. Making the best out of it; it will never be the same because people are constantly changing. Enjoying every month, every week, every day, every hour, every minute, every second; Simply everything.
Exchange is realizing that you always have to leave one of your two lives behind.
Exchange is crying without a reason and laughing at the same time.
Exchange is so hard to define.
It is something that nobody can take away from you. Something that no one will ever truly understand. Something that you can’t just show it in pictures. Something that you have to live. An experience that is unbelievable.
Exchange is something you will never forget, something that will always be a part of you and your life.
Exchange is everything. It is not a year in your life! No, it is a life in a year. It is something you can’t understand unless you’ve been through it!

Sonntag, 5. Oktober 2014

Die kleinen Dinge des Alltages

Hallo ihr Lieben!

Ich hätte nie gedacht, dass mich Schwarzbrot einmal so glücklich machen würde. Aber als ich hier gestern im ALDI war und tatsächlich aus Deutschland importiertes Schwarzbrot entdeckt habe, war ich einfach nur happy. Denn in den USA, dem Land des labbrigen Toastbrot, auch mal richtiges Schwarzbrot zu entdecken, gehört wirklich nicht zum Alltag! :D
Und alle Austauschschüler unter euch werden mir wahrscheinlich Recht geben, dass man während einem Auslandsjahr bemerkt, wie wichtig und besonders die kleinen Dinge des Alltags auf einmal werden, die in Deutschland noch total selbstverständlich waren. Ich bin jetzt jedenfalls sehr "beruhigt", da ich nun weiß wo ich hier mein heißgeliebtes Schwarzbrot kaufen kann :D

Es war übrigens sehr witzig mit meiner Gastschwester beim ALDI einzukaufen; sie war total schockiert wie klein der Laden doch ist und als ich gemeint habe, dass in Deutschland die meisten Supermärkte in Deutschland in etwas so groß sind, wie der ALDI hier, hat sie die Welt nicht mehr verstanden :) Auch, dass man in die Einkaufswagen eine Münze reinstecken muss, war neu für sie.

Neben all den Sachen, die ich an Deutschland vermisse, sind mir aber auch hier in den USA einige Sachen für mich sehr wichtig und normal geworden, die ich in Deutschland vermutlich vermissen werden. Da wäre zum Beispiel das Wetter hier in Texas (das inzwischen total erträglich geworden ist, da es auch hier langsam Herbst wird), mein großes super bequemes Bett, meine (Gast-)Schwester, meine Katzen hier (die es lieben sich auf meinem Schreibtisch breit zu machen und zu schlafen, wenn ich gerade Hausaufgaben machen :D), die Schule, die Marching Band, die freitäglichen Footballspiele, und und und...

Wo ich gerade bei den Footballspielen bin; am Freitag war ja DAS Spiel der Saison Pearland gegen Dawson. Und es war wirklich ein perfekter Abend, mit perfektem Wetter, einem perfekten Sonnenuntergang, perfekter Stimmung und einer nicht perfekter aber sehr guten Halbzeitperformance mit der Marching Band :) Wie erwartet waren auch etwa 10.000 Zuschauer  und ein Fernsehteam dort. Mein Gastvater meinte am nächsten Morgen, dass es wohl eines der größten High School Footballspiele in den USA war, das sogar auch ganz professionell, wie die Profi-Footballspiele, im Fernsehen übertragen wurde! Leider konnte ich nur aus dem Bus einige Fotos machen, da wir keine Handys mit in die stands nehmen dürfen...

Go D-A-W-S-O-N!!!

1 Stunde vor Spielbeginn




Der nächsten Morgen begann dann - wieder einmal - mit dem Klingel meines Weckers um 6.30 Uhr. Grund dafür war eine zusätzlich Marching Band Probe im Stadion. Nachdem wir 3 Stunden noch einmal unsere komplette Show durchgegangen sind, fing um 11 Uhr der dann etwas entspanntere Teil meines Samstages an. Zuerst hat mich meine Gastschwester zu einem clarinet social zu Cici´s mitgenommen und danach sind wir noch mit ein paar anderen ins Town Center gegangen und haben dort den restlichen Teil des Tages verbracht. Abends gegen 8 Uhr hat mich dann nochmal eine Motivationswelle überrollt und ich habe noch mein Zimmer und Badezimmer sauber gemacht und mit meiner Gastschwester unsere obere Etage gesaugt :D




So, dass war eigentlich auch schon wieder mein Wochenende. Heute am Sonntag habe ich bis auf Hausaufgaben und Wäsche waschen noch nicht viel mehr gemacht, was auch mal ganz angenehm ist :)
Bevor ich aber meinen Post auch schon wieder beende, verlinke ich euch noch schnell den Link zur Pax Press, in der mein Bericht über die Marching Band veröffentlicht wurde :) Wenn es euch interessiert klickt einfach *hier*.
Bis bald,
Carla



Freitag, 3. Oktober 2014

Keep calm and march on

Hallo ihr Lieben!

Es ist wieder einiges passiert, seitdem ich mich das letzte Mal gemeldet habe.
Letzten Samstag, den 27. September, hatte ich meinen ersten Marching Band Contest. Da dieser direkt im Ort nebenan war, haben wir uns erst gegen 9 Uhr in der Schule getroffen, um ein letztes Mal zu proben. Danach ging es dann auch schon los. Ich war eigentlich garnicht so aufgeregt, da die Vorfreude einfach größer war. In Friendswood angekommen, konnte man dann erstmal auf ein Meer aus gelben Schulbussen schauen, da insgesamt - glaube ich 10 - Marching Bands gegeneinander angetreten sind und jede Marching Band mit mehreren Bussen anreist :) Leider konnte ich keine einzige Performance der anderen Bands anschauen, da wir die ganze Zeit bis zu unserer Performance dazu genutzt haben uns vorzubereiten. Und dafür blieb uns auch wirklich viel Zeit, da wir als letzte Band in den Prelims unsere Performance hatten.

Unsere Flute section :D

Direkt vor dem Auftritt ist meine Aufregung dann schon noch etwas angestiegen, da es im Gegensatz zu den wöchentlichen Footballspielen komplett ruhig im Stadion ist und alle einem zuschauen. Trotz Aufregung war unsere Performance wohl garnicht so schlecht und so holten wir uns dann auch erstmal den ersten Platz in den Prelims.


Auch unsere Performance in den Finals war sogar nochmal besser und am Ende des Tages holten wir uns tatsächlich den ersten Platz dann auch nochmal in den Finals :D Die Freude war wirklich groß, da wir diesen Contest ja auch schon letztes Jahr gewonnen hatten. 



Es war wirklich ein sehr schöner, wenn auch anstrengender Tag, sodass es sich auch garnicht so angefühlt hat, als ob man 15 Stunden unterwegs war. Und ich freue mich auch schon auf den nächsten Contest der schon nächsten Samstag stattfindet!

Bei der Preisverleihung
Unsere "Ausbeute" des Tages :)
 Kein Contest, aber mindestens genauso wichtig ist auch das Footballspiel morgen. Es ist wohl DAS Fottballspiel der Saison! Seit Montag ist unsere Schule extra für das Spiel dekoriert, um uns schon "in Stimmung" zu bringen :D 




Beim Footballspiel werden vermutlich insgesamt um die 10.000 Leute sein und auch ein Fernsehsender wird dort sein, da das Footballspiel Dawson-Pearland irgendeine Umfrage des Fernsehsenders  gewonnen hat. Ich bin wirklich schon sehr gespannt! 
 
Hier sind noch ein paar Fotos vom Homecoming Footballspiel letzte Woche:

Bei der Pep Rally :)




Auf zum Footballspiel

"The Rig"; das Stadion, in dem unsere Homgames immer ausgetragen werden

So, das war es auch schon wieder von mir. Ich bin soo müde, was wohl daran liegt, dass ich jeden Tag 10-12 Stunden unterwegs bin :) Aber vielleicht melde ich mich schon am Wochenende wieder, da ich dieses Wochendende, bis auch eine Probe am Samstagmorgens, mal nichts vorhabe :)

Bis dann, 
Carla