Freitag, 7. November 2014

"Make Memories"

Hallo ihr Lieben!

"I was told that the journey of a thousand miles begins with a single step...
I didn´t know those steps would be 8 to 5."

Ihr habt keine Ahnung über was ich gerade geredet habe? Dann geht es euch nicht anders, wie mir, als ich vor inzwischen schon über 3 Monaten zu meiner ersten Marching Band rehearsal gegangen bin. Ich hatte keine Ahnung was ich erwarten kann, geschweige denn was ein 8 to 5 step ist.

Jetzt fast 100 Tage später, weiß ich es; und nicht nur das. Ich habe gelernt wie man anhand eines "coordinate sheets" sich auf einem Footballfeld zurecht findet, wie man 3-4 Stunden Proben bei über 30 Grad Celsius überlebt, wie aus den ersten "marching band fundamentals" mit der Zeit eine richtige performance wurden, warum die "drum majors" mehr als wichtig sind, und und und...


Unser Marching Band Director und ich nach unserem letzten Home Football Game

Ich muss dabei sagen, dass es bei mir erst vor wenigen Wochen - wenn nicht sogar Tagen erst - "klick" gemacht hat und ich verstanden habe, "what marching band is all about". All die Mühe, Anstrengung, Schweiß und Zeit, die man in die Proben gesteckt hat, haben sich ausgezahlt und ich bin einfach nur so froh und dankbar für all diese Erfahrungen, die ich mit bzw. wegen der Marching Band gemacht habe. Es ist einfach mit das beste Gefühl, wenn man nach einer performance vor mehrern Hundert manchmal auch Tausenden von Leuten vom Footballfeld geht und weiß, dass man gerade eine seiner besten Performances hatte!!!


Ich wurde "Outstanding Woodwind of the Year" :)
Das absolute Highlight meiner ersten und auch letzten marching season war unser Auftritt beim "UIL State Competition" am 4. November. Dieser fand im "Alamodome" in San Antonio vor über 10.000 Leuten statt! Ich werde jetzt gar nicht erst versuchen dieses Gefühl zu beschreiben, weil es einfach unbeschreiblich ist...

Der Alamodome in San Antonio
 Ich kann jetzt übrigens jedem stolz erzählen, dass ich während meinem Auslandsjahr "primary marcher" bei der 16-besten Band - von insgesamt über 245 Bands - in Texas war :)

Jetzt wo die marching season vorbei ist, ist es schon ein komisches Gefühl zu wissen, dass ich nie wieder unsere Show performen werde, geschweige denn eine zweite Marching Band Season miterleben werde. Und auch, wenn es teilweise sehr viel Mühe gekostet hat nach einem anstrengenden Schultag noch 3 Stunden Probe zu haben und unter der Wocher somit erst gegen 7/8 Uhr nach Hause zu kommen, vermisse ich diese ganze "marching band experience" jetzt schon!

Wenn ihr wollt, könnt ihr euch noch zum Schluß unsere UIL State performance anschauen; sie war definitiv die beste unsere Marching Band! Ach ja und wundert euch nicht: bei Marching Band Performances sitzen alle Zuschauer immer nur auf der "home side" :) 




Bis ganz bald,
Carla


Donnerstag, 30. Oktober 2014

How I feel...

Hallo ihr Lieben!
Ich habe mich lange nicht mehr gemeldet - sehr lange sogar! Es tut mir wirklich leid. Aber in letzter Zeit war und ist einfach so viel los. Ich verbringe gerade jeden Tag locker 12+ Stunden in der Schule und bin abends so müde, dass ich nur noch in mein Bett fallen möchte. Hinzu kommt, dass ich die letzen Samstage auch noch verschiedene Marching Band Contests hatte, was bedeutet, dass man mit der Band von 8-24 Uhr unterwegs ist. Sonntage dienen gerade hauptsächlich dazu mich auszuruhen, mit meiner Familie zu skypen und etwas Hausaufgaben zu machen. Da bleibt einfach nicht mehr viel Zeit sich noch um meinen Blog hier zu kümmern. Das wird sich ab nächster Woche Mittwoch vermutlich aber ändern, denn dann ist die Marching Saison vorbei. Bevor es soweit ist, werden wir nächsten Dienstag mit der Band nach San Antonio zum UIL State Marching Band Contest fahren, was wohl eine ziemlich große Sache ist. Wir werden in einem Stadion performen, in das insgesamt so um die 70.000 Menschen reinpassen (so viele werden bei diesem Contest aber sicher nicht da sein :D). Mehr dazu aber nächste Woche...
Dass ich zurzeit den ganzen Tag unterwegs bin, hält mich leider nicht unbedingt davon ab Heimweh zu bekommen. Zurzeit denke ich eigentlich täglich an Deutschland, meine Familie und meine Freunde und merke, dass mir dabei auch manchem Tränen in den Augen stehen. In der Schule ist es gerade für mich auch nicht alles ganz so einfach. Ich habe immer noch nicht so richtig Anschluss gefunden. Zwar kenne ich wirklich schon viele Leute, aber Freunde sind das einfach (noch?) nicht. Hinzu kommt, dass das Verhalten der Leute hier manchmal ziemlich verwirrend und frustrierend sein kann. Ich meine damit, dass Leute, die einen gestern noch überschwänglich gegrüßt haben einen am nächsten Tag einfach mal komplett ignorieren...

Zurzeit befinde ich mich einfach in einer nicht so einfachen Phase meines Auslandsjahres. Ich würde sagen, dass es eine Mischung aus Heimweh (Sehnsucht nach Deutschland!!!) und Kulturschock ist. Meine Laune schwankt fast täglich und ich hatte schon lange keinen Tag mehr, an dem es mir durchgehend gut ging.
Aber bevor ich mich jetzt noch weiter beklage, höre ich lieber auf. Ich möchte hiermit auch auf keinen Fall zukünftigen Austauschschüler abschrecken, sondern möchte nur ehrlich darüber sein, wie es mir geht. Und zu einem Auslandsjahr gehören eben nicht nur die positiven Seiten. 

Wenn ich aber eine Sache mit Sicheheit sagen müsste, dann dass ich durchhalten werde und versuchen werde das Beste aus allem zu machen! Und ich bin mir sicher, dass es nur besser werden kann...!

Ihr werdet jetzt von mir auch wieder regelmäßiger zu hören bekommen - versprochen. 
Zum Schluss habe ich noch einen Text gefunden, der wirklich zu 101% meine Gedanken wiederspiegelt und sie wahrscheinlich auch besser beschreibt, als ich es gerade versucht habe. Als ich ihn das erste Mal gelesen habe, dachte ich nur "Genau so ist es".

Bis ganz bald
Carla

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Exchange is change: Rapid, brutal, beautiful, hurtful, colorful, amazing, unexpected, overwhelming and most of all a constant change. Change in yourself, lifestyle, country, food, language, friends, parents, school, houses, simply everything.
Exchange is going from thinking: you know who you are, to having no idea who you are
Exchange is being someone new but not entirely new. You are still the person you were before but you jumped into the ice cold lake, having no idea what to expect. You are growing up and becoming more independent and outgoing. But it is not a bad thing for you; you are feeling older and more responsible for a lot of things you and other people are doing.
Exchange is being on your own; far away from home, far away from your family and your confidence zone. No one you really know. No one you can talk to. But soon you will find out that it changes. You can actually do it. Being and living without your family for 10 months. You learned so much. How to handle certain things and/or how to deal with your problems.
Exchange is learning to trust. Learning to trust people, who, at first, are only names on a piece of paper, trusting that they want the best for you, trusting them that they care. Trusting yourself that you have the strength to endure a year on your own, endure a year of being apart from everything that mattered to you before. Trust that you will have friends. Trust that everything is going to be alright. And it is seeing this trust being justified.
Exchange is thinking. Thinking about everything, all day, every day. Thinking about those strange costumes, the strange food, the strange language. About why you are where you are and not back home. About how your family and friends are dealing with you being away for so long. About how it is going to be like once you come back home. How your friends are going to react. About how stupid this whole time-zone thing is.
Thinking about what’s right and what’s wrong. About how stupid or rude you just were to someone without meaning to be. About the point of being an exchange student. About the sense of life. About who you want to be, what you want to do. And about the next Comparative Government Test, even though you’re grades don’t really count.
Exchange is people. Those 
incredibly strange people, who look at you like you are an alien. Those people who are too afraid to talk to you. And those people who actually talk to you. Those people who know your name, even though you have never met them. Those people who talk about you behind your back, those people who make fun of you and your country. Those people who don’t understand why you are there, why you are without your family and why you are who you are. And those people who invite you to their homes. Who are keeping you save. Who became your new friends.
Exchange is music. New music, weird music, cool music, music you will remember all your life as the soundtrack of your exchange. Music that will make you cry because all those lyrics express exactly how you feel, so far away. Music that will make you feel like you could take on the whole world. And it is music you make. With the most amazing musicians you’ve ever met.
Exchange is sport. It is being a part of the team. Practicing every day until you are ready to fall asleep but still giving 100%. It is trying something new. It is being successful. Sticking to your old sport and falling in love again. It is exactly what you wanted.
Exchange is uncomfortable. It is feeling out of place, like a fifth wheel. It is talking to people you don’t like. It is trying to be nice all the time. It is homesickness, it is awkward silence and its feeling guilty because you didn’t talk to someone at home. Or it is feeling guilty because you are missing something because you were talking on Skype.
Exchange is great. It is feeling the connection between you and your host parents. It is being a part of a new family. It is knowing in which cupboard the peanut butter is. It is meeting people from all over the world. It is having fun. It is cooking food from your home country and not messing it up. It is sharing your story and presenting your country. It is seeing beautiful new landscapes. It is the best experience in your life. It is learning to appreciate some things differently.
Exchange is falling in love with your new (second) life. With all the people you have met: your host family, your friends, your teachers and the country, pretty much everything.
Exchange is realizing that you are the only one who decides how good or bad your day is going to be. Everybody has a bad day but you can decide how bad it is. Think about how much longer you have and then decide if it is worth to throw the day away.
Exchange is frustrating. Life is not perfect and you will notice it. You probably won’t find a month without making a decision you don’t like. You think about ‘why am I here? I just want to go home.’ But that is okay, it is normal, it is a part of your experience.
Exchange is (probably) the best year of your life so far. It is so much new stuff. Something you never dreamed off. Something you have never seen and/or done.
Exchange is enjoying the short time you have. Making the best out of it; it will never be the same because people are constantly changing. Enjoying every month, every week, every day, every hour, every minute, every second; Simply everything.
Exchange is realizing that you always have to leave one of your two lives behind.
Exchange is crying without a reason and laughing at the same time.
Exchange is so hard to define.
It is something that nobody can take away from you. Something that no one will ever truly understand. Something that you can’t just show it in pictures. Something that you have to live. An experience that is unbelievable.
Exchange is something you will never forget, something that will always be a part of you and your life.
Exchange is everything. It is not a year in your life! No, it is a life in a year. It is something you can’t understand unless you’ve been through it!

Sonntag, 5. Oktober 2014

Die kleinen Dinge des Alltages

Hallo ihr Lieben!

Ich hätte nie gedacht, dass mich Schwarzbrot einmal so glücklich machen würde. Aber als ich hier gestern im ALDI war und tatsächlich aus Deutschland importiertes Schwarzbrot entdeckt habe, war ich einfach nur happy. Denn in den USA, dem Land des labbrigen Toastbrot, auch mal richtiges Schwarzbrot zu entdecken, gehört wirklich nicht zum Alltag! :D
Und alle Austauschschüler unter euch werden mir wahrscheinlich Recht geben, dass man während einem Auslandsjahr bemerkt, wie wichtig und besonders die kleinen Dinge des Alltags auf einmal werden, die in Deutschland noch total selbstverständlich waren. Ich bin jetzt jedenfalls sehr "beruhigt", da ich nun weiß wo ich hier mein heißgeliebtes Schwarzbrot kaufen kann :D

Es war übrigens sehr witzig mit meiner Gastschwester beim ALDI einzukaufen; sie war total schockiert wie klein der Laden doch ist und als ich gemeint habe, dass in Deutschland die meisten Supermärkte in Deutschland in etwas so groß sind, wie der ALDI hier, hat sie die Welt nicht mehr verstanden :) Auch, dass man in die Einkaufswagen eine Münze reinstecken muss, war neu für sie.

Neben all den Sachen, die ich an Deutschland vermisse, sind mir aber auch hier in den USA einige Sachen für mich sehr wichtig und normal geworden, die ich in Deutschland vermutlich vermissen werden. Da wäre zum Beispiel das Wetter hier in Texas (das inzwischen total erträglich geworden ist, da es auch hier langsam Herbst wird), mein großes super bequemes Bett, meine (Gast-)Schwester, meine Katzen hier (die es lieben sich auf meinem Schreibtisch breit zu machen und zu schlafen, wenn ich gerade Hausaufgaben machen :D), die Schule, die Marching Band, die freitäglichen Footballspiele, und und und...

Wo ich gerade bei den Footballspielen bin; am Freitag war ja DAS Spiel der Saison Pearland gegen Dawson. Und es war wirklich ein perfekter Abend, mit perfektem Wetter, einem perfekten Sonnenuntergang, perfekter Stimmung und einer nicht perfekter aber sehr guten Halbzeitperformance mit der Marching Band :) Wie erwartet waren auch etwa 10.000 Zuschauer  und ein Fernsehteam dort. Mein Gastvater meinte am nächsten Morgen, dass es wohl eines der größten High School Footballspiele in den USA war, das sogar auch ganz professionell, wie die Profi-Footballspiele, im Fernsehen übertragen wurde! Leider konnte ich nur aus dem Bus einige Fotos machen, da wir keine Handys mit in die stands nehmen dürfen...

Go D-A-W-S-O-N!!!

1 Stunde vor Spielbeginn




Der nächsten Morgen begann dann - wieder einmal - mit dem Klingel meines Weckers um 6.30 Uhr. Grund dafür war eine zusätzlich Marching Band Probe im Stadion. Nachdem wir 3 Stunden noch einmal unsere komplette Show durchgegangen sind, fing um 11 Uhr der dann etwas entspanntere Teil meines Samstages an. Zuerst hat mich meine Gastschwester zu einem clarinet social zu Cici´s mitgenommen und danach sind wir noch mit ein paar anderen ins Town Center gegangen und haben dort den restlichen Teil des Tages verbracht. Abends gegen 8 Uhr hat mich dann nochmal eine Motivationswelle überrollt und ich habe noch mein Zimmer und Badezimmer sauber gemacht und mit meiner Gastschwester unsere obere Etage gesaugt :D




So, dass war eigentlich auch schon wieder mein Wochenende. Heute am Sonntag habe ich bis auf Hausaufgaben und Wäsche waschen noch nicht viel mehr gemacht, was auch mal ganz angenehm ist :)
Bevor ich aber meinen Post auch schon wieder beende, verlinke ich euch noch schnell den Link zur Pax Press, in der mein Bericht über die Marching Band veröffentlicht wurde :) Wenn es euch interessiert klickt einfach *hier*.
Bis bald,
Carla



Freitag, 3. Oktober 2014

Keep calm and march on

Hallo ihr Lieben!

Es ist wieder einiges passiert, seitdem ich mich das letzte Mal gemeldet habe.
Letzten Samstag, den 27. September, hatte ich meinen ersten Marching Band Contest. Da dieser direkt im Ort nebenan war, haben wir uns erst gegen 9 Uhr in der Schule getroffen, um ein letztes Mal zu proben. Danach ging es dann auch schon los. Ich war eigentlich garnicht so aufgeregt, da die Vorfreude einfach größer war. In Friendswood angekommen, konnte man dann erstmal auf ein Meer aus gelben Schulbussen schauen, da insgesamt - glaube ich 10 - Marching Bands gegeneinander angetreten sind und jede Marching Band mit mehreren Bussen anreist :) Leider konnte ich keine einzige Performance der anderen Bands anschauen, da wir die ganze Zeit bis zu unserer Performance dazu genutzt haben uns vorzubereiten. Und dafür blieb uns auch wirklich viel Zeit, da wir als letzte Band in den Prelims unsere Performance hatten.

Unsere Flute section :D

Direkt vor dem Auftritt ist meine Aufregung dann schon noch etwas angestiegen, da es im Gegensatz zu den wöchentlichen Footballspielen komplett ruhig im Stadion ist und alle einem zuschauen. Trotz Aufregung war unsere Performance wohl garnicht so schlecht und so holten wir uns dann auch erstmal den ersten Platz in den Prelims.


Auch unsere Performance in den Finals war sogar nochmal besser und am Ende des Tages holten wir uns tatsächlich den ersten Platz dann auch nochmal in den Finals :D Die Freude war wirklich groß, da wir diesen Contest ja auch schon letztes Jahr gewonnen hatten. 



Es war wirklich ein sehr schöner, wenn auch anstrengender Tag, sodass es sich auch garnicht so angefühlt hat, als ob man 15 Stunden unterwegs war. Und ich freue mich auch schon auf den nächsten Contest der schon nächsten Samstag stattfindet!

Bei der Preisverleihung
Unsere "Ausbeute" des Tages :)
 Kein Contest, aber mindestens genauso wichtig ist auch das Footballspiel morgen. Es ist wohl DAS Fottballspiel der Saison! Seit Montag ist unsere Schule extra für das Spiel dekoriert, um uns schon "in Stimmung" zu bringen :D 




Beim Footballspiel werden vermutlich insgesamt um die 10.000 Leute sein und auch ein Fernsehsender wird dort sein, da das Footballspiel Dawson-Pearland irgendeine Umfrage des Fernsehsenders  gewonnen hat. Ich bin wirklich schon sehr gespannt! 
 
Hier sind noch ein paar Fotos vom Homecoming Footballspiel letzte Woche:

Bei der Pep Rally :)




Auf zum Footballspiel

"The Rig"; das Stadion, in dem unsere Homgames immer ausgetragen werden

So, das war es auch schon wieder von mir. Ich bin soo müde, was wohl daran liegt, dass ich jeden Tag 10-12 Stunden unterwegs bin :) Aber vielleicht melde ich mich schon am Wochenende wieder, da ich dieses Wochendende, bis auch eine Probe am Samstagmorgens, mal nichts vorhabe :)

Bis dann, 
Carla











Freitag, 26. September 2014

Lang ist´s her

Hallo ihr Lieben!

Jetzt schaffe ich es doch tatsächlich mal wieder mich auf meinem Blog zu melden. Und es ist viel passiert in den letzten Tagen. 

Vor  etwa zwei Wochen hatte ich das erste mal das Gefühl, dass ich Deutschland ziemlich vermisse. Plötzlich fällt einem auf wie wichtig einem doch die vielen kleinen Gewohnheiten sind, die man so in Deutschland hatte. Ich vermisse zum Beispiel total das freitagliche Einkaufen mit meiner Mama, den Kuchen, den sie am Wochenende meistens gebackt hat. Ich vermisse deutsches Brot, Quark, Joghurt, DM und öffentliche Verkehrsmittel. Ich vermisse es einfach mal einen ganzen Tag in meinem Zimmer rumzugammeln und laut Musik zu hören. Und natürlich vermisse auch meine Familie und Freunde. 

Das ist mir besonders gestern an meinem Geburtstag aufgefallen. Und ich kann euch sagen, dass dieser 17ter Geburtstag definitiv nicht zu den schönsten Tagen in meinem Leben gehört hat; zumindest nicht die erste Hälfte des Tages. Das lag vor allem daran, dass alles so anders und ungewohnt war. Ich hatte auf einmal totale Sehnsucht nach Deutschland und wäre am liebtsen mit den nächsten Flieger gestiegen. Als ich dann noch ein total süßes Video mit Glückwunschen von meinen Freunden bekommen habe (DANKE Pia, Leonie, Jessy, Krissi, Miriam, Chiara und Kira!!!<3), konnte ich dann einfach nicht mehr anders als zu heulen. Die nächsten Stunden musste ich dann einfach durchgehend damit kämpfen nicht jedem Moment lozuheulen da ich durchgehen Tränen in den Augen hatte... Zum Glück wurde es dann gegen Mittag etwas besser und ich konnte den Tag wenigstens noch etwas genießen. Abends sind wir dann noch zu meiner Gastcousine gefahren, die auch Geburtstag hatte und haben noch eine kleine Feier gehabt. Es gab Kucken und sogar noch ein Geschenk von meiner Gasttante :) Später als wir schon wieder zu Hause waren und ich gerade dabei war mein Lunch für den nächsten Tag vorzubereiten, kamen dann noch meine Gasteltern und haben mir noch mehr Geschenke gegeben. Ich habe u.a. eine riesengroße Texas- und USA-Karte und eine Laptob Batterie bekommen  (Danke Papa :D). Und wer mich kennt, weiß, dass ich manchmal Stunden vor solchen Karten verbringen könnte :D
Wie gesagt; so "schlimm" der Tag doch angefagen, so schön war dann doch der Nachmittag und Abend! Das kleine Highlight des Tages war auf jeden Fall noch der spontane Anruf meiner Familie abends, als ich schon fast geschlafen habe, weil ich einfach mal garnicht mehr damit gerechnet hatte:)


Geburtstagsselfie mit meiner Gastcousine :)


Mein Geburtstagskuchen - soooooo lecker
Die zwei Wochen vor meinem Geburtstag waren wie mein Geburtstag an sich gefühlsmäßig eine ziemlich Achterbanhfahrt, da meine Gefühlslage sich seitdem wirklich sehr schnell und unvorgesehen ändern kann. In einem Moment fühlt man sich hier einfach richtig wohl und ist glücklich und dann muss nur irgendetwas kleines passieren und schon fühlt man sich einsam, unverstanden und hat das Gefühl das hier in Amerika alles viel schlechter (anders) ist. Ich kann euch sagen, dass diese Kulturschockphase, die ich hier gerade durchlebe wirklich nicht sehr einfach ist und es ist einfach auch extrem anstrengend und verwirrend! Ich hoffe, dass ich in ein paar Wochen darüber hinaus bin und mich wieder mehr auf mein Leben hier konzentrieren kann. 

Aber jetzt wieder zu den etwas erfreulicheren Dingen :) Letzten Sonntag war ich mit anderen Austauschschülern von PAX und meiner LC bei meinem inzwischen dritten Baseball Spiel in Houston. Vom Spiel an sich habe ich aber garnicht so viel mitbekommen, da ich mich die meiste Zeit mit den anderen unterhalten habe. Und ich habe es wirklich genossen :) Wir waren etwa 20 Austauschschüler und es waren alleine schon acht aus Deutschland!

Wir Austauschschüler (Tschechien, Deuschland, Deutschland) im Stadion :)

Diese Woche war bzw. ist immer noch Homecoming Week. Jeden Tag hatten wir ein anderes Motto; morgen ist es School Spirit. Ich habe mir extra schon mein blau-weiß-rotes Outfit dafür rausgesucht :D Außerdem ist morgen auch noch eine  Pep-Rally, Early Release Day, das Homecoming Football Spiel und nicht zu vergessend er Homewcoming Dance, zu dem ich allerdings nicht gehen werde. Das heißt ich werde morgen nur etwa 2 Stunden Schule haben, danach geht es mit der Marching Band zur Pap-Rally und 11.15 Uhr ist die Schule auch schon vorbei. Um 2 Uhr treffen wir uns dann mit der Marching Band wieder und fahren gegen 6 Uhr zum Homecoming Football Spiel. Darauf freue ich mich schon riesig! Denn die Heimspiele sind von der Stimmung her einfach die besten. 

Dieser Teil des Flures wurde extra für Homecoming dekoriert
 Apropos Heimspiel: Nächsten Freitag spielt unser Football Team gegen das Team der Pearland High School. Das ist die andere große Schule hier und schon jetzt wird von "The Rivalry begins" gesprochen. Da meine Schule hier kein eigenes großes Football Stadion hat, fahren wir für die Heimspiele nämlich normalerweise immer zum Stadion der Pearland High School. Da wir dieses Mal aber das erste Mal gegen das Team dieser Schule antreten, müssen wir folglich dann auch auf die Besucherseite. Für die Besucherseite gibt es aber "nur" 3000 Ticktes und deswegen gibt es jetzt schon jeden Tag Durchsagen bezüglich des Ticketverkaufs. Außerdem werden extra für dieses Spiel weiße T-Shirts während der Lunchpause verkauft. Wie ihr seht, ist das hier eine ziemlich große Sache und bin auf jeden Fall schon mega gespannt, wie es werden wird! :) 

Ein wunderschöner Sonnenaufgang im nicht mehr ganz so heißen Texas :)

So, ich glaube, dass ich meinen Post an dieser Stelle auch wieder beende; ich bin nämlich echt müde ;) Eigentlich hatte ich mir ja vorgenommen mich hier öfters zu melden, das ist aber schwieriger als gedacht. Ich versuche mich aber schon dieses Wochenende wieder zu melden, da ich am Samstag nämlich meinen ersten Marching Band Contest habe! Letztes Jahr hat unsere Marching Band den ersten Platz belegt und dementsprechend hoch sind dieses Jahr die Erwartungen an uns... Ich weiß jetzt schon, dass ich soooooo aufgeregt sein werde und werde euch auf jeden Fall auf dem Laufendem halten :D

Bis ganz bald,
Carla 

Dienstag, 16. September 2014

Ein ganz normaler Schultag...

Hallo ihr Lieben!

Ich gehe jetzt schon seit drei Wochen hier zur Schule. Und was soll ich sagen? Schule macht eigentlich schon Spaß und ich bin einfach extrem froh darüber, dass ich die drei Kursen, die mir überhaupt nicht gefallen haben bzw. mich überfordert haben, gewechselt habe!
Insgesamt habe ich jeden Tag genau sieben Stunden Schule; und diese sieben Stunden fühlen sich für mich wie drei bis vier Stunden an :D Irgendwie gehen hier die Schulstunden viel schneller rum, obwohl sie sogar etwas länger als in Deutschland sind. Wie lange jetzt genau eine Schulstunde ist, kann ich euch wirklich nicht sagen, da die Zeiten hier wild durcheinander gewürfelt sind. Eine Schulstunde geht hier z.B. nicht von 11.10 Uhr bis 12.05 Uhr, sondern von 12.34 Uhr bis 13.22 Uhr. Und die nur fünf Minuten Pause, die man zwischen den Stunden hat, machen es jetzt auch nicht unbedingt leichter.

Aber fangen wir mal von vorne an. Mein Schultag beginnt meist schon um 5.45 Uhr. Ich stehe auf, mache mich fertig und gehe dann runter in die Küche, wo ich dann alleine frühstücke. Ich bin nämlich die einzige, die schon gegen 6 Uhr wach ist. Aber ich brauche einfach eine gewisse Zeit zum Frühstücken :D

Gegen 6.40 werden meine Gastschwester und ich dann mit dem Auto in die Schule gefahren. Die coolen aber unbequemen gelben Schulbusse halten zwar direkt vor unserer Haustür, aber meine Gastschwester mag diese überhaupt nicht :D

In der Schule angekommen, führt es mich dann erst einmal zu meinem Locker. Diesen wollte ich zwar eigentlich dekorieren, da ich aber nur einmal vor und einmal nach der Schule an meinen Locker gehe und mich dann meist auch beeilen muss, habe ich mich doch dagegen entschieden. 


Mein total langweiliger Locker :D

Meine erste Stunde ist AP Comparative Government & Politics. Und dieser Kurs gehört definitv zu einen meiner Lieblingskursen. Das liegt ganz stark auch an der Lehrerin, die wirklich super nett und "austauschschülerfreundlich ist". In meinem ersten test hatte ich nur 68, was bedeutet hätte, dass ich durchgefallen wäre. Da meine Lehrerin aber Verständis hatte, hat sie mir freundlicherweise doch eine 70 gegeben, womit ich folglich dann nicht gefailt bin :) Außerdem sind die Leute in diesem Kurs total nett. Der Unterricht besteht bis jetzt überwiegend aus Textarbeit, Diskussionen und Gruppenarbeit und Präsentationen & ist wirklich sehr interessant. Wie der Name ja schon verrät, vergleichen wir in diesem Kurs verschiedene Länder wie Iran, Großbritannien, Nigeria, Russland, China, Mexiko.

Mein nächstes Fach ist Sociology. An Sociology finde ich besonders den Lehrer gut, der total locker drauf ist. Heute hat er uns in den letzten Minuten der Stunde noch Bilder von der Hochzeit gezeigt, auf der er am Wochenende war :) In diesem Fach reden wir hauptsächlich darüber warum sich Menschen so verhalten wie sich verhalten. was sie dazu bringt sich so zu verhalten, etc. Und letztens mussten wir ein Arbeitsblatt zu bekannten Soziologen (ist das das deutsche Wort?) bearbeiten. Der Unterricht ist sehr ähnlich zu meinem Gemeinschaftskundeunterricht letztes Schuljahr, da wir auch sehr viel über aktuelle Themen/Ereignisse diskutieren. Es ist wirklich sehr interessant.

Nach dieser Stunde geht es für mich dann nur einen Raum weiter in die Band Hall, wo ich dann Concert Band habe. Wir üben meistens unsere Musik aus der Marching Band, machen irgendwelche Atem- und Tonübungen oder schauen uns das Video von unserem jeweils letzten Auftritt an, um dann zu analysieren, was wir falsch bzw. gut gemacht haben. Es ist meisten echt witzig und ist auf jeden Fall eine gute Anwechslung zu meinem "normalen" Schultag in Deutschland.

In der vierten Stunde habe ich anschließend US History. Und dieser Unterricht ist so ziemlich genau so wie in vielen High School Filmen. Der Lehrer hält irgendwelche Präsentationen, die Schüler kümmern sich aber kein bisschen darum. Es kann schonmal sein, dass mitten im Unterricht ein Lockenstab aus der Tasche geholt wird, man aufsteht, um sein Handy aufzuladen, Musik hört oder man einfach mal kurz in die Cafeteria geht, um sich was zu trinken zu kaufen. Letztens meinte der Lehrer doch tatsächlich: "Wir schauen jetzt ein Video auf YouTube an. Wenn es euch nicht interessiert, beschäftigt euch einfach mit eurem Handy oder hört Musik." Der Unterricht ist zudem wirklich einfach, da mann meisten nur irgendwelche Lückentexte ausfüllen muss (und, um es den eh schon "überforderten" Schülern leichter zu machen, werden die Wörter, die in die Lücken gehören in der Präsentation rot markiert :D). Heute sind wir sogar einen Schritt weiter gegangen und haben gelernt, wie man auch eigenständig Notitzen macht. Da der Lehrer an sich aber okay ist und ich bis jetzt auch nur 100er habe, macht mir selbst diese Klasse Spaß. Außerdem war ich in unserem ersten test (wie eine Klassenarbeit) mit einer 98 Klassenbester! Ich denke das sagt schon einiges über diese Klasse aus :D

Weiter geht es mit Fashion Design - mein zweites Lieblingsfach. Die Lehrerin ist die Frau von meinem Sociologylehrer und dementsprechen auch super locker und extrem nett. Bis jetzt haben wir eigentlich noch nichts richtiges gemacht, da immer noch nicht alle ihre Kursgebühr bezahlt haben und erst dann Materialien für den Unterricht gekauft werden können, wenn alle ihre Gebühr bezahlt haben. Es ist also eine richtige Spaß-Klasse! :) Neulich war es unsere Aufgaben während dem C-Lunch in der Cafeteria Personen mit bestimmen Merkmalen zu finden, z.B. rote Schuhe, best dressed, out of dress code usw. und diese dann zu fotografieren, Letzte Woche haben wir dann alle Bilder angeschaut und die Gruppe mit den meisten Bilder hat dann gewonnen. Letzte Woche hatten wir eine Art "Modenschau". Wir hatten Besuch von zwei Frauen aus einer Botique hier in Pearland, die uns die aktuellen Trends vorgestellt haben und sogar noch eine große Auswahl an Klamotten mitgebracht hatte, die wir hätten kaufen können.  


Fashion Design <3
 Meine vorletzte Stunde des Tages ist Englisch 3 oder auch American Literature. In diesem Fach machen wir viel Textarbeit und reden zur Zeit auch über Mythen. Auch hier ist die Lehrerin sehr nett und "austauschschülerfreundlich" da ihre Tochter selbst ein Jahr in Spanien verbracht hat. English gehört für mich zu den "schwereren" Klassen, da man sehr viel schreiben bzw. Texte mit vielen Fremdwörtern lesen muss.

Die letzte Stunde des Tages ist schließlich Pre Calculus. Und ich muss sagen, dass ich mir diesen Kurs echt schwieriger bzw. anspruchsvoller vorgestellt hatten. Wir üben gerade wir man bestimmte Variablen in Gleichungen einsetzt, berechnen die Steigung einer Funktion oder berechnen auch den Abstand zwischen zwei Punkten. Letzte Woche musste ich einen test aus der ersten Schulwoche nachschreiben und auf einmal kam der Lehrer zu mir und gibt mir zwei Seiten auf denen alle Gleichungen draufstanden, die man gebraucht hat. Zudem sah der test genau so aus wie die review, was es nochmal vereinfacht hat :) Mal schauen, ob der Kurs noch schwieriger wird...

Und dann ist mein Schultag auch schon vorbei. Montags kann ich dann schon direkt nach Hause; den Rest der Woche habe ich allerdings noch 2-3h Marching Band Probe. 


Ab nach Hause...

Beim Mathe lernen...

Bis bald,
Carla



Dienstag, 2. September 2014

Mein erstes Footballspiel, ein Tag in Austin & mehr

Hallo ihr Lieben!

Direkt nach meinem letzten Post kommt jetzt auch schon der nächste. Und der fängt genau da an, wo der letzte augehört hat; am Freitagnachmittag.


Direkt nach Schulschluss (ich war total glücklich, dass ich meinen Stundenplan ändern konnte) hat sich die gesamte Marching Band getroffen und wir hatten unsere letzte Probe. Anschließend sollten wir uns dann schon die Uniform - bis auf die Jacke - anziehen. In halber Montur ging es dann Richtung Cafeteria, wo es dann zum Glück etwas zu essen gab. Viel Zeit zum Essen hatten wir aber nicht, da wir wenig später schon die Abnahme unserer Uniformen. Es wurden hauptsächlich überprüft, ob wir alle unsere Uniform auch richtig und schwarze (!) Socken anhatten. Außerdem dürfen wir während einem Auftritt keinen Schmuck und Nagellack tragen und unsere Haare ganz streng zusammenbinden (ich glaube ich hatte noch nie so viel Haarspray in meinen Haaren :D). Das ist deshalb so geregelt, damit wir alle wie eine Einheit erscheinen. Nach der Abhnahme ging es dann auch schon mit den gelben Schulbussen los Richtung Stadion. Die berühmt berüchtigten Schulbusse sehen übrigens nur von außen so toll aus; von innen sind es ganz normale Busse mit unbequemen Sitzen :D

Als wir dann schließlich am Stadion ankamen wurde ich wirklich immer aufgeregter! Kurz vor dem Auftritt in der Halbzeit war ich dann so nervös und aufgeregt, dass ich nur noch am Zittern war. Man steht zwar nicht alleine auf dem Feld, wenn man allerdings ein Set vergisst und aus Versehen in die falsche Richtung läuft, ist das schon ziemlich blöd... Als wir dann letztendlich Richtung Feld gelaufen sind, gab es für mich dann auch kein Enkommen mehr; also nur noch Augen zu und durch :)

Zum Glück ist alles gut gelaufen und ich habe kein Set vergessen oder übersprungen. Ob ich allerdings perfekt gemarcht bin, ist eine andere Sache. Trotzdem könnt ihr euch nicht vorstellen, wie erleichtert und zufrieden ich nach unserem nur 5-minütigem Auftritt war! Es ist einfach so ein tolles Gefühl! :)

Vom eigentlichem Ereignis, dem Footballspiel habe ich letzendlich kaum etwas mitbekommen. In der ersten Halbzeit war ich zu aufgeregt und in der zweiten Halbzeit zu erleichtert und gegen Ende auch zu müde. Leider konnte ich auch keine Fotos machen, da wir unsere Handy nicht mitnehmen durften. Im Laufe meines Jahres hier werden aber sicher noch gaanz viele Bilder folgen!

Gegen 11.30 Uhr sind wir dann auch schließlich wieder an der Schule angekommen und ich war mehr als totmüde :D Wenn ihr wollt könnt ihr unsere Halbzeitshow auch auf YouTube anschauen, da sie mein Gastpapa aufgenommen hat:


Am Samstagmorgen musste ich dann früher als gewollt aufstehen, das es Richtung Austin ging. So konnte ich dann meine Gastschwester früher als gedacht wiedersehen :) Wir hatten einen wirklich schönen Tag in Austin und sind u.a. zu einem wunderschönen Aussichtspunkt gefahren, mit Blick auf die Skyline Austins.




Austin´s Skyline



Etwas 5 Minuten bevor wir abends wieder nach Hause fahren wollten, hat meine Gastschwester dann noch ganz kurzfristig entschlossen, den Rest des Labor Day Wochenendes doch Zuhause zu verbringen. Sie hat also ganz schnell ihre Sachen gepackt und ist mit zurück nach Houston gekommen, worüber ich mich wirklich sehr gerfreut habe! :)

Gestern am Sonntag habe ich dann mal wieder gekocht. Es gab gefüllte Parika, die wirklich sehr gut ankam. Außerden haben wir gestern auch noch Brot gekauft, das etwas mehr in die Richtung meines geliebten Schwarzbrotes geht, als das normale Toastbrot! :D Abends sind wir dann noch zum Haus meiner Gastcousine auf der anderen Seite der Straße gegangen und haben das Labor Day Barbecue etwas vorverschoben, da meine Gastschwester heute morgen schon wieder zurück nach Austin gefahren ist.
Es war sehr lecker :)

Das wars auch schon wieder von mir.
Bis bald
Carla

Meine erste Schulwoche

Hallo ihr Lieben!

Ich habe wieder viel zu berichten, denn letzte Woche ist wieder einiges passiert. Da es zu viel ist, um alles in einen Blogpost zu packen, wird hier in den nächsten Stunden noch ein anderer zusätzlicher Post erscheinen; dieser hier wird sich jetzt erst einmal auschschließlich meiner ersten Schulwoche widmen :)


Das Bild mute ich euch lieber nichz zu:D
Mein erster Schultag an einer amerikanischen High School war vor genau einer Woche, am Montag den 25. August. Ich hatte ja schon die letzten 3 Wochen dort verbracht, weswegen ich dort alles schon ein bisschen kannte. Trotzdem war ich natürlich aufgeregt! :) Für alle "band kids" fängt der Tag immer damit an, dass man in unsere band hall geht, um dort sein Instrument und die Noten in seinen Locker zu schließen. Danach bin ich dann also zu meinem home room gegangen, der sich im 3. Stock befand. Dort habe ich meine Schüler ID und meinen Stundenplan bekommen. Die Lehrerin musste mit uns dann nochmal das Handbuch der Schule durchgehen und hat auch überprüft, ob alle dem Dresscode entsprechend angezogen. 

Der dress code an meiner Schule sieht wie folgt aus: es sind nur lange Hosen erlaubt (khaki, schwarz, jeans), die Schuhe müssen an der Ferse einen Riemen (oder so :D) haben, T-Shirts müssen entweder Schul- bzw. Universitäts-T-Shirts sein oder einfarbig sein und einen Kragen besitzen, Kleider dürfen nicht zu kurz sein und Ärmel besitzen, Tanktops sind nicht erlaubt. Außerdem sind alle Schüler verpflichtet den ganzen Schultag über ihre ID sichtbar zu tragen, die ihr rechts sehen könnt.

Nach meinem Homeroom bin ich dann noch für die letzten Minuten zu meiner 1. Stunde gegangen. Ach ja, euch interessiert sicherlich wie mein Stundenplan eigentlich aussah:

1.    (7.15-8.03 AM)       AP Biology
2.    (8.08-8.56 AM)       Principles of Business, Marketing & Finance
3.    (9.01-9.54 AM)       Concert Band 3
4.    (9.59-10.47 AM)     US History
5.    (10.52-11.22 AM)    Fashion Design
5.B (11.25-11.55 AM)     B Lunch
5.    (11.55-12.29 PM)    Fashion Design
6.    (12.34-1.22 PM)     English 3
7.    (1.27-2.15 PM)       Pre-AP Pre Calculus

Wie ihr sehen könnt, sind die Unterrichtszeiten hier ziemlich bunt zusammengewürfelt; und nein, ich habe nicht zwei Stunden Fashion Design :D Meine 5. Stunde wird lediglich von einer 30-minütigen Lunch Pause unterbrochen. Das "B" bedeutet, dass ich B-Lunch habe, denn meine Schule hat so viele Schüler, dass nicht alle in die Cafeteria passen würden, sodass sie also ein A-, B- und C-Lunch braucht. Au0erdem haben wir nur 5(!) Minuten Zeit, um unsere Räume zu wechseln und das kann ziemlich stressig werden, wenn man in dieser kurzen Zeit vom 3. Stock auf der rechten Seite runter zum 1. Stock auf die linke Seite hetzen muss. Und glaubt mir, ich spreche hier aus Erfahrung :D Hinzu kommt, dass ich natürlich nicht die einzige Schülerin mit diesem Problem bin und es durchaus sein kann, dass sich ein Stau in den Gängen bildet. 

Der Hauptgang in den Ferien, als er noch vollkommen leer war

Aber jetzt wieder zurück zu meinem ersten Schultag, an dem eigentlich nicht mehr so viel spannendes passiert ist. In alles Klassen wurde uns hauptsächlich nur erzählt, was wir für das Schuljahr brauchen. Nach der 7. Stunde ging es dann auch schon wieder nach Hause, da Montag der einzig Marching-Band-freie-Tag der Schulwoche ist.

Mein zweiter Schultag sah eigentlich auch gar nicht anders aus. In meiner Fashion-Design Klasse habe ich zufällig eine andere finnische Austauschschülerin kennengelernt, mit der ich dann schließlich auch zusammen beim Lunch war. Nach der Schule hatte ich dann noch bis 6.30 PM Marching Band Probe. Zudem ist mir am Dienstag langsam klar geworden, dass ich einige Kurse definitv wechseln möchte (siehe durchgestrichene Kurse oben). 

Der Grund warum ich aus dem AP Biology und Pre-AP Pre Calculus Kurs raus wollte, war definitiv der damit verbundene Aufwand. Das hört sich jetzt sicher extrem doof & faul für euch an, ABER schon am Montag musste ich NUR für diese beiden Kurse noch von 7 bis 11 Uhr Hausaufgaben machen und für den Biology Kurs hätte ich zusätzlich noch jedem Samstagmorgen für eine "lab session" in die Schule kommen müssen. Zudem war der Unterricht in beiden AP-Kursen (AP steht übrigens für "Advanced Placement") sehr sehr sehr schnell und ich bin kaum hinterher gekommen,die ganzen Fremwörter in meinem Mini-Duden nachzuschlagen und habe mich schlitweg "etwas" überfordert gefühlt.
Der Grund, warum ich aus Principles of Business raus wollte, war einfach der, dass dieser Kurs hauptsächlich aus freshmans bestand, die alle ziemlich unmotiviert auf mich gewirkt haben und die Lehrerin so kompetent war, dass wir es doch tatsächlich in einer gesamten Unterrichtsstunde geschafft haben einen neuen Ordner auf dem PC anzulegen!

Mittwoch war dann der erste Tag, an dem ich in alle Fächern richtigen Unterricht hatte. Wobei man den einfach mal überhaupt nicht mit dem Unterricht in Deutschland vergleichen kann. Es gibt hier einfach zwei Extreme: Zum einen gibt es da die AP-Kurse. Diese sind - wie schon beschrieben - mit extrem viel Aufwand verbunden und meistens schon auf College Niveau. Und dann gibt es noch die "normalen" Kurse, in denen der Unterricht aus Bilder malen, Multiple Choice Aufgaben und Musik hören besteht und sich die Mädchen - ganz klischeemäßg - im Unterricht schminken.

Zum Glück habe ich auch Klassen, die nicht ganz so "extrem" sind :) Fashion Design, Concert Band 3  und Englisch 3. Ich kann euch jetzt schon sagen, dass Fashion Design hier wirklich noch zu meinem Lieblingsfach wird, da es einfach eine totaler Spaß-Kurs ist und auch die Lehrerin super nett ist. Am Donnerstag war eine Frau vom FIDM- Institut aus Los Angeles bei uns im Unterricht und hat uns etwas über dieses "Fashion & Design College" erzählt. War ganz interessant, wobei sich glaube ich die wenigsten so ein Studium leisten können. Da können dann auch die $5000 Stipendien nicht viel helfen, von denen sie uns ganz begeistert erzählt hat. Außerden haben wir jeden Freitag den sog. "Fashion-Friday", was bedeutet, dass wir jeden Freitag statt Unterricht eine Folge Project Runway (mir Heid Klum :D) anschauen.

Mein Klassenzimmer für Fashion Design

In English 3 diskutieren wir relativ viel, was zum Teil sehr interessant ist und mich sehr an den Englishunterricht in Pretty Little Liars erinnert :) Zudem muss ich sagen, dass die Lehrerin - soweit ich das bis jetzt beurteilen kann - eine der besten Lehrerinnen ist, die ich hier habe. In der Concert Band 3 proben wir eigentlich hautsächlich nur die Stücke für die Marching Band oder besprechen noch Organisatiorisches (z.B. das Footballspiel letzten Freitag).

Donnerstags war an sich auch ein ganz normaler Schultag. Allerdings war die Marching Band Probe am Nachmittag/Abend wirklich sehr intensiv und anstrengend, da wir noch einige Sets für unser erstes Footballspiel der Saison lernen mussten. Zu den Footballspielen hier, habe ich eigentlich auch noch vor einen extra Post zu schreiben. Mal schauen, wann ich dazu komme...

Freitags habe ich mich vor der Schule noch mit den beiden anderen PAX-Austauschschülern (Deutschland&Tschechien) getroffen und wir haben dem principal unseren Präsentkorn als kleines Dankeschön überreicht. Der principal war wirklich super nett und freundlich! Als ich mich mit Lars auf deutsch unterhalten habe, war das schon sehr komisch. Und auch wenn mein Englisch alles andere als perfekt ist, wollte ich die ganze Zeit auf Englisch antworten :D 

Bei der Präsentkorbübergabe

Ach ja, und bevor ich das vergesse; am Freitag in der letzten Stunden hatte ich dann auch zum Glück einen Termin bei meiner Counslerin und wir haben meinen Stundenplan geändert. Der Neue sieht wie folgt aus:


1.    (7.15-8.03 AM)      AP Comparative Government & Politics
2.    (8.08-8.56 AM)      Sociology
3.    (9.01-9.54 AM)      Concert Band 3
4.    (9.59-10.47 AM)    US History
5.    (10.52-11.22 AM)   Fashion Design
5.B (11.25-11.55 AM)    B Lunch
5.    (11.55-12.29 PM)   Fashion Design
6.    (12.34-1.22 PM)     English 3
7.    (1.27-2.15 PM)       Pre Calculus

Wie ihr sehen könnt, habe ich immer noch einen AP-Kurs, wobei ich das eigentlich vermeiden wollte. Ich hatte allerdings nicht mehr viel Auswahl bei den Kursen in den entsprechenden Stunden (was übrigens auch der  Grund dafür ist, warum ich jetzt keine Naturwissenschaft, sondern stattdessen Sociology habe...). Außerdem bin ich der Meinung, dass der andere deutsche Austauschschüler mir an diesem Morgen erzählt hatte, dass er in genau diesem Kurs ist und die Lehrerin wohl ziemlich gut sei. Das werde ich dann wohl morgen erfahren :) 

So, und bevor der Post hier wieder viel zu lang wird, werde ich ihn jetzt auch beenden:) Ich hoffe, dass ich meine erste Schulwoche einigermaßen interessant darstellen konnte!?

Abschließend kann ich zu meiner ersten Schulwoche noch sagen, dass sie extrem anstrengend war, da ich - bis auf Montags - jeden Tag von 6.40 bis teilweise 7.00/7.30 Uhr in der Schule bin und ich dann noch Hausaufgaben auf den nächsten Tag machen muss. Trotzdem hat sie mir sehr viel Spaß gemacht und ich genieße es einfach total hier auch solche Fächer wie Fashion Design oder Concert Band zu haben!

Bis ganz bald
Carla